Konfitag 2009
Im Mittelpunkt stand die Frage: Sind Gottes Gebote einengend oder befreiend? Können sie für unser Leben eine Leitplanke sein?
Welchen Stellenwert hat Gott in unserem Leben? Welcher Bereich ist am wenigsten von unserer Beziehung zu Gott durchdrungen - und wo wollen wir Platz machen, damit Gott uns seine Freiheit schenkt? Aus Knete entstanden Herzen und Uhren und vieles mehr für die Beziehungen, in denen wir leben, für die Zeit, die wir einteilen...

Auf Fliesen haben die Konfirmanden Bilder für Gottes Handeln festgehalten und es wurde klar: Es muss immer noch ein freier Platz bleiben, damit die Bilder beweglich bleiben und wir offen sind für Gottes Handeln.

Eine Zusammenfassung von den Geboten, wie wir sie für uns übersetzen können, stand am Ende unseres Arbeitens. Mit Abendbrot und Lagerfeuer endete der Tag.
Ich bin der Gott, der zu dir hält - Zehn Angebote zur Freiheit| 1. In meiner Nähe brauchst du dich von niemandem abhängig zu machen. Du bist frei. Du darfst du sein. Du darfst dich auch ändern. Das heißt: "Du sollst keine anderen Götter neben mir haben." | 6. In meiner Nähe kannst du wachsen und dich entfalten. Du bist frei, andere groß werden zu lassen, ihr Leben zu schützen und zu fördern. Du möchtest nicht von anderen runter-, klein-, kaputt-, fertiggemacht werden; darum tu du es auch nicht! Das heißt: "Du sollst nicht töten." |
| 2. In meiner Nähe brauchst du dir von mir keine Vorstellungen zu machen. Du bist frei, neue Erfahrungen mit mir zu machen. Deine Bilder von mir brauchen dir nicht den Blick für mich zu verstellen. Das heißt: "Du sollst dir kein Bild von mir machen." | 7. In meiner Nähe kannst du deinem Partner/deiner Part-nerin vertrauen. Du bist frei, zärtlich und behutsam mit ihm/ihr zusammenzusein. Du möchtest nicht, dass andere deine Freundschaft zerstören; darum tu du es auch nicht! Das heißt: "Du sollst keine Ehe zerstören." |
| 3. In meiner Nähe brauchst du meinen Namen nicht gegen andere einzusetzen. Du bist frei, eigene Erfahrun-gen mit mir zu machen. Das heißt: "Du sollst meinen Namen nicht missbrauchen." | 8. In meiner Nähe hast du mehr als genug. Du kannst auf deine Kosten kommen, aber nicht auf Kosten anderer. Du bist frei, für dich zu behalten und mit anderen zu teilen. Du möchtest nicht, dass andere sich auf deine Kosten berei-chern; darum tu du es auch nicht! Das heißt: "Du sollst nicht stehlen." |
| 4. In meiner Nähe kannst du zu dir selbst kommen. Du bist frei, dich daran zu freuen. Du bist eingeladen, zu-sammen mit anderen in meiner Gemeinde meine Nähe zu feiern. Das heißt: "Du sollst den Feiertag heiligen." | 9. In meiner Nähe kannst du die Vorzüge anderer entdecken. Du bist frei, sie anderen weiterzusagen. Du möchtest nicht, dass andere Gerüchte über dich verbreiten; darum tu du es auch nicht! Das heißt: "Du sollst nicht über andere lügen." |
| 5. In meiner Nähe können Eltern und Kinder einander annehmen. Du bist frei, dich in die Rolle des anderen zu versetzen. Du möchtest von deinen Eltern ernst genommen werden; darum tu du es auch! Das heißt: "Du sollst Vater und Mutter ehren." | 10. In meiner Nähe kannst du deine Begabungen entdecken. Du bist frei, sie mit anderen zusammen zu genießen. Darum brauchst du auf andere nicht neidisch zu sein. Du möchtest nicht, dass dir andere etwas neiden; darum tu du es auch nicht! Das heißt: "Du sollst nicht begehren, was dein Nächster hat." |

